Predictive Maintenance - die Gesundheitsvorsorge für Maschinen

PredictiveMaintenance

Wie fit bin ich und was kann ich tun, um meine Gesundheit positiv zu beeinflussen? Dafür gehen wir regelmäßig zum Gesundheitscheck: Blutbild, Herz-Kreislauf-System oder Hautbild, aber auch Alltagsfaktoren wie Ernährung, Schlafverhalten und Sport liefern uns ein genaues Bild über unsere Fitness. Was in der Gesundheitsvorsorge längst Standard ist, wird in der Industrie immer wichtiger: Predictive Maintenance prognostiziert Risiken von Maschinenausfällen und ermöglicht die Planung von Reparaturen. Diese hohe Transparenz sorgt für ein langes und vor allem störungsfreies Leben der Maschinen.

Maschinenausfälle sind in jeder Industriehalle gefürchtet. Ungeplante Stillstände lösen oft einen negativen Dominoeffekt aus, der nur schwer aufzuhalten ist. Ein Produktionsausfall betrifft dabei meist nicht nur eine Maschine, sondern auch nachgelagerte Prozesse und weitere Maschinen. Oft bleibt keine Zeit, abhängige Prozesse zu stoppen oder rechtzeitig einen Zeitpuffer aufzubauen, um den Produktionsausfall abzufedern. Die Folge sind hohe Kosten.

 

Predictive Maintenance ist ein zentrales Versprechen von Industrie 4.0. Durch die digitale Transparenz der Fabriken und Maschinen bis hin zur Komponenten-Ebene können mögliche Defekte vorausgesagt werden, bevor sie tatsächlich eintreten. Predictive Maintenance ist daher in vielen Industriehallen rasant auf dem Vormarsch. Zu Recht, denn sie befähigt die Unternehmen zu agieren, anstatt nur auf einen Ausfall oder eine Störung zu reagieren. Reparaturen können in eine ohnehin geplante „Downtime“ gelegt werden; zum Beispiel in die Nacht oder in den Zeitraum von Umrüst- und Wartungsarbeiten.

 

Predictive Maintenance Illustration

Ein schlichter Kabelverschleiß kann einen Maschinenstillstand verursachen oder Maschinen sogar beschädigen. Intelligente Systeme können hingegen exakte Vorhersagen treffen, wann der Verschleiß die Funktionsfähigkeit eines Bauteils – zum Beispiel eines Kabels – einschränkt und ermöglichen den Anwendern, einem Ausfall zuvor zu kommen.

 

LAPP hat sich als Innovations-Treiber des Themas Predictive Maintenance angenommen und ein System entwickelt, das laufend die realen Übertragungseigenschaften von Datenleitungen im Betrieb überwacht und dabei mehrere relevante Parameter misst. In der Predictive Monitoring Box (PMBX), die mit zwei Ethernet-Ports ausgestattet ist und einfach in die zu überwachende Ethernet-Leitung eingeschleust wird, werden die Daten ausgewertet. Ein Algorithmus errechnet die verbleibende Lebensdauer der Leitungen, den LAPP Predictive Indicator (LPI). Dabei stützt sich das System auf die Werte aus Millionen von Datensätzen, die im Testzentrum von LAPP gesammelt und analysiert wurden. Für eine angeschlossene SPS ist die PMBX nicht sichtbar und hat damit keinen Einfluss auf die Datenübertragung. Ein wesentlicher Vorteil für die Anwender ist dabei, dass die Predictive Maintenance-Lösung von LAPP ohne zusätzliche Opferadern in den Leitungen auskommt: Das heißt, es entsteht kein zusätzlicher Installationsaufwand und das System kann einfach an bestehenden Maschinen nachgerüstet werden. Da die Datenpakete im sogenannten cut through modus transparent vom einen Ethernet Port zum anderen Port übertragen werden, ist die PMBX für eine angeschlossene SPS nicht sichtbar, Änderungen an der Software der SPS sind nicht nötig.

 

Immer mehr Produktionsanlagen, Maschinenparks und andere Betriebsmittel werden so mit Predictive Maintenance digital und smart. Und die Nachrüstung ist vergleichbar mit einer lockeren Joggingrunde bei entspanntem Puls – leicht machbar und in jedem Fall gut für die Gesundheit.

Predictive Maintenance Box