RoHS & REACH

Unsere an Sie gelieferten Produkte enthalten nach unserer Kenntnis keine Stoffe in Konzentrationen, die das Inverkehrbringen verbieten. Die betreffenden Vorschriften sind:


BGBl. I 2003 S.867, rev. 2007 S. 2382       -      Chemikalien-Verbotsverordnung
2006/122/EG                                                   -      „PFOS“-Richtlinie
2002/95/EG (neu: 2011/65/EU)                    -     „RoHS“-Richtlinie
2037/2000/EG                                                 -     „FCKW-Halon-Verbots“-Richtlinie

 

Aktualisierung zu RoHS:
Am 1. April 2008 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil zur Nichtigkeitsklage gegen die Europäische Kommission bezüglich Ausnahme 9 a des Anhangs der RoHS-Richtlinie "Deca-BDE in Polymeranwendungen" veröffentlicht.

Mit dieser Entscheidung wird die Kommissionsentscheidung 2005/717/EG vom 13. Oktober 2005 zur Änderung des Anhangs der Richtlinie 2002/95/EG teilweise aufgehoben. Der EuGH hat weiter bestimmt, die Wirkung der Kommissionsentscheidung bis zum 30. Juni 2008 (einschließlich) aufrechtzuerhalten.

Somit darf Deca-BDE in Polymerverwendungen bereits ab 1. Juli 2008 nicht mehr verwendet werden.

Deca-BDE <Decabromdiphenylether> ist ein Flammschutzmittel und gehört zur Gruppe der polybromierten Diphenylether <PBDE>. Diese waren bereits Bestandteil der Stoffverbote nach  EU Directive 2002/95/EC und auch  nach der zugehörigen deutschen Umsetzung im Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG.

Die Verwendung in Polymeren betrifft z.B. bekannte Kunststoffe, die als Mantel oder als Isolation von Kabeln dienen. Die Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte ist - auch in Bezug auf Deca-BDE -  bei Lapp schon vor dem erwähnten Stichtag <1.Juli 2008> realisiert.

Alle Angaben haben wir nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Sie entsprechen dem derzeitigen Stand der Technik. Wir überprüfen unsere Produkte dazu im Rahmen strukturierter Stichproben kontinuierlich.

Bei der Vielzahl unserer Produkte ist ein ausnahmeloser Nachweis nicht möglich. Diese Angaben sind deshalb nicht als allgemein gültige Zusicherung im gewährleistungsrechtlichen Sinne zu verstehen.

 

REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe


REACH trat am 1. Juni 2007 in Kraft und enthält folgende Regelungen:

1. Hersteller von Stoffen, Importeure von Stoffen als solche oder von Stoffen in Zubereitungen in die Europäische Gemeinschaft (EG) und den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) müssen diese Stoffe unter Umständen bei der Europäischen Chemikalienagentur (EChA) ab 1. Juni 2008 registrieren.

2. Lieferanten von Stoffen und Zubereitungen müssen entweder ein Sicherheitsdatenblatt (Artikel 31) oder eine Sicherheitsinformation (Artikel 32) dem Abnehmer zur Verfügung stellen. In bestimmten Fällen wird das Sicherheitsdatenblatt durch eine Anlage mit einschlägigen Expositionsszenarien ergänzt ("erweitertes Sicherheitsdatenblatt").


3. Hersteller und Importeure von Erzeugnissen, die einen Stoff der sog. "Kandidatenliste" zu mehr als 0,1 Masse-% je Erzeugnis enthalten, müssen an die professionellen Abnehmer und an Verbraucher nach Aufforderung für eine sichere Verwendung des Erzeugnisses ausreichende Informationen, mindestens aber den Namen des Stoffes zur Verfügung stellen.


4. REACH sieht eine Zulassungspflicht für bestimmte, besonders besorgniserregende Stoffe vor. In diesem Autorisierungsprozess werden diese Stoffe identifiziert. Die Anwendung dieser Stoffe unterliegt einem Zulassungsvorbehalt.

 

5. Als stärkste Maßnahme zum Schutz der Verbraucher werden in Anhang XVII von REACH Herstell-, Inverkehrbringungs- und Verwendungsbeschränkungen für Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse festgelegt.

 

Stellungnahme der Lapp Gruppe

Sie beziehen von uns ausschließlich Erzeugnisse im Sinne von REACH. Da aus unseren Erzeugnissen kein Stoff unter normalen und vernünftigerweise vorhersehbaren Verwendungsbedingungen freigesetzt werden soll, sind die Unternehmen der Lapp Gruppe von der Pflicht, die enthaltenen Stoffe zu registrieren, ausgenommen.

Die Lapp Gruppe hat schon frühzeitig bei der Auswahl seiner Lieferanten das Thema Sicherheit und Umwelt groß geschrieben. Unser Ziel ist es, unsere Produkte im Sinne von REACH frei von besonders besorgniserregenden Stoffen zu halten bzw. solche durch unbedenkliche Materialien zu ersetzen. Dazu verfolgen wir aufmerksam die "Kandidatenliste", in der die Europäische Chemikalienagentur diese Stoffe auflistet, evaluieren kontinuierlich unsere Produkte und leiten entsprechende Maßnahmen zur Substitution ein.

Wir beachten sämtliche Zulassungspflichten für Stoffe gem. REACH Anhang XIV und die Herstell-, Inverkehrbringungs- und Verwendungsbeschränkungen gem. REACH Anhang XVII.
Für weitere Informationen zum Thema REACH empfehlen wir weitere Quellen zu nutzen, z. B. http://echa.europa.eu.