Photovoltaik Sonnenstrom von 18 Fußballfeldern

 

In Schönkirchen-Reyersdorf ist kürzlich die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage Österreichs in Betrieb gegangen. Sie soll mindestens vierzig Jahre sauberen Sonnenstrom liefern, weshalb nur besonders robuste Komponenten zum Einsatz kommen – auch bei den elektrischen Verbindungssystemen: Diese stammen von LAPP.

Der Kunde

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VERBUND ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Erzeuger von Strom aus Erneuerbaren Energien. Die OMV, das internationale, integrierte Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Wien, fördert und vermarktet Öl und Gas, innovative Energielösungen und hochwertige petrochemische Produkte – in verantwortlicher Weise.

Für LAPP Austria ist der größte Photovoltaik-Park in Österreich ein wichtiges Referenzprojekt, weitere sollen folgen. OMV und Verbund haben angekündigt, dass sie bereits weitere Anlagen planen, auch aus dem Ausland zeige man Interesse. Zudem gebe es Pläne, in die Produktion von grünem Wasserstoff einzusteigen.

Die Anwendung

Für eine so große Freiflächenanlage kommen etliche Trommeln zusammen. Allein im Gleichspannungsteil an den Photovoltaikmodulen wurden 180 Kilometer ÖLFLEX® Solarleitungen verlegt. Auf den bereits erwähnten tonnenschweren Trommeln befinden sich Aluminium-Energiekabel, die den Strom vom Wechselrichter zum Transformator des Netzbetreibers liefern. Hinzu kommen ETHERLINE® Cat.7 Datenleitungen, mit denen Funktion und Leistung der Wechselrichter überwacht werden. Und dann noch viele Zubehörteile wie Kabelbinder und FLEXIMARK® Etiketten. Darüber hinaus bietet LAPP für Photovoltaikanlagen spezielle EPIC® SOLAR Steckverbinder sowie SKINTOP® Kabelverschraubungen an. Alle Komponenten halten Hitze, Frost, Ozon und UV-Strahlung aus, die Kabel sind flammwidrig und halogenfrei. Und sie sind UL-zertifiziert, können also direkt auf dem nordamerikanischen Markt eingesetzt werden.

Die Anforderung

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Sie soll mindestens vierzig Jahre sauberen Sonnenstrom liefern, weshalb nur besonders robuste Komponenten zum Einsatz kommen – auch bei den elektrischen Verbindungssystemen: Diese stammen von LAPP.

Österreich hat sich ehrgeizige Klimaziele gesteckt. Vor allem die Photovoltaik soll massiv ausgebaut werden. Wollte man die Vorgaben mit typischen Kleinanlagen für Einfamilienhäuser mit fünf Kilowatt Leistung erfüllen, müssten bis zum Jahr 2030 rund 750 solcher Anlagen errichtet werden – pro Tag. Dass irgendwann die Hausdächer knapp werden, ist allerdings nicht zu befürchten. Denn in Österreich geht der Trend zu großen Anlagen mit Leistungen von mehreren Megawatt.

Die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage des Landes ging im November 2020 in Schönkirchen-Reyersdorf nordöstlich von Wien in Betrieb. Die 34.600 Module bedecken eine Fläche von 13,3 Hektar, das entspricht ungefähr 18 Fußballfeldern. Sie leisten zusammen 11,5 Megawatt, übers Jahr ernten sie fast 11 Gigawattstunden elektrische Energie, was dem Verbrauch von 3.400 Haushalten entspricht. Damit ersparen sie der Umwelt 8.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. In der nächsten Baustufe kommen noch einmal 10.400 Module mit 3,5 Megawatt hinzu, die weitere 1.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Die Kosten teilen sich die Energiekonzerne OMV und Verbund je zur Hälfte, der Generalunternehmer KPV Solar errichtet die Anlage.

Die LAPP Lösung

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Ein dicker Pluspunkt für LAPP ist die überlegene Logistik, für die das Unternehmen in vielen Branchen bekannt ist. Gerade im Projektgeschäft mit Windparks oder großen Photovoltaik-Anlagen legen die Kunden Wert auf eine punktgenaue Lieferung. Im Fall des Projekts in Schönkirchen-Reyersdorf hat KPV Solar in seiner Planung ein Mengengerüst erstellt und bei LAPP bestellt. LAPP legt die Ware bei LAPP Austria in Linz auf Lager, wo sie der Kunde abrufen kann. KPV Solar gibt immer eine Woche vorher Bescheid, an welchem Tag es die Ware braucht und LAPP liefert diese genau an diesem Tag auf die Baustelle. Die Lieferung just-in-time ist für LAPP mittlerweile Routine. Bei Windparks sind die Anforderungen sogar noch höher, dort muss die Ware zum Teil auf die Stunde genau auf der Baustelle eintreffen.

Die schwerste Kabeltrommel, die LAPP nach Schönkirchen-Reyersdorf liefert, wiegt 5,5 Tonnen. Um sie abzuladen, muss also ein Kran bereitstehen und der kostet Geld, jede Verzögerung treibt die Kosten nach oben. LAPP tue alles, um den Kunden die Arbeit zu erleichtern, versichert Felber. So arbeitet LAPP grundsätzlich nicht wie die Wettbewerber mit Leihtrommeln, für die der Kunde Miete zahlen muss. Stattdessen holt LAPP die leeren Kabeltrommeln kostenlos wieder ab und verwertet sie weiter.